LSG Fuhneaue Mösthinsdorf

LSG Fuhneaue

Das LSG der Fuhneaue ist weites, grünes Wiesenland, umsäumt von hohen Pappeln, Kopfweiden und kleinen und größeren Baumgruppen. Seit einigen Jahren ist die Fuhne auch wieder frei von Verunreinigungen. Rund um das Quellgebiet der Fuhne besteht die Fuhneniederung aus einem Sumpfgürtel. Dieser diente zu vorgeschichtlichen Zeiten als natürliche Grenze zwischen Germanen und Wenden. Während des 30-jährigen Krieges versteckten sich die Einwohner in der Fuhneniederung und legten ihre hölzernen Eggen unter, damit sie nicht einsanken. Ortsunkundige Feinde versanken in den Sümpfen oder mussten auf ein Vordringen verzichten.

Erst im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts wurde das Sumpfgebiet der Fuhneaue durch „Christian I. von Sachsen-Merseburg“ begehbar gemacht. Ihm zu Ehren wurde der Grenzstein „Theurer Christian“ bei Radegast errichtet.

Die Fuhneaue ist ein Eldorado für seltene Pflanzen; sie ist reich an Insekten und vor allem Wasservögel. Nach Zählungen von Ornithologen sollen allein im Gebiet um Radegast 87 verschiedene Vogelarten brüten, vor allem Kuckuck, Weißstorch und Nachtigall sind hier zu Hause. Auch deshalb ist das Gebiet „Cösitzer Teich“ und „Vogtei“ als ausgewiesen.